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Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 00:43 Ukraine: Russen haben nur wenige ballistische Raketen +++

Das russische Angriffsmuster zeigt nach Einschätzung der ukrainischen Luftwaffe, dass Moskau nur einen geringen Vorrat an ballistischen Raketen hat. Russland nutze verstärkt die Flugabwehrraketensysteme S-300 und S-400, um damit Angriffe auf Bodenziele auszuführen, sagt ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe unter Berufung auf Informationen des inländischen Geheimdienstes. Russland gehe die Munition für Iskander-Raketen aus.

+++ 23:07 Selenskyj: Erwarten Schlüsselentscheidungen unserer Partner in Ramstein +++
Der jüngste russische Angriff auf die Stadt Dnipro unterstreicht nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wie nötig besser und rascher abgestimmte Entscheidungen über Waffenlieferungen sind. Die Ukraine erwarte darüber wichtige Entscheidungen ihrer Partner beim Treffen in Ramstein, sagt der Präsident in seiner abendlichen Video-Ansprache. Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Rheinland-Pfalz kommen am Freitag die Staaten zusammen, die die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen. “Was in Dnipro passiert ist, die Tatsache, dass Russland neue Versuche vorbereitet, die Initiative im Krieg zu ergreifen, die Tatsache, dass die Art der Militäraktion an der Front neue Entscheidungen über Waffenlieferungen erfordert – das unterstreicht nur, wie wichtig es ist, alle Bemühungen der Koalition zur Verteidigung der Ukraine und der Freiheit zu koordinieren. Und die Entscheidungsfindung zu beschleunigen.”

+++ 22:19 EU-Parlament erhöht Druck auf Scholz +++
Das EU-Parlament könnte diese Woche zusätzlichen Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zur Lieferung von “Leopard”-Panzern an die Ukraine aufbauen. Das Parlament solle “den deutschen Kanzler Olaf Scholz” zu einem Zusammenschluss europäischer Länder auffordern, um der Ukraine “unverzüglich” Kampfpanzer “vom Typ “Leopard 2″ zu liefern”, heißt es in einem Änderungsantrag der Grünen-Fraktion, über den das Parlament am Mittwoch abstimmt. Auch Abgeordnete der Sozialdemokraten im EU-Parlament fordern die Lieferung von “Leopard”-Kampfpanzern.

+++ 21:45 Habeck befürchtet keine Energie-Verteilkämpfe mehr +++
Auch im Falle einer Knappheit sind nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Robert Habeck keine europäischen Verteilkämpfe zur Strom- und Gasversorgung zu befürchten. Diese Fragen seien politisch bereits gelöst worden, sagte der Grünen-Politiker am Montag am Rand der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Es gebe Regeln, wie eingespart werde und wer wem im Notfall helfe. Deshalb gebe es “keine Verteidigungskämpfe, sondern eine Logik der Solidarität”. Aktuell sieht Habeck allerdings auch keine Gefahr einer Knappheit. “Die Energiekrise ist handhabbar geworden”, sagte er. Die Gasspeicher in Deutschland und Europa seien zu 90 Prozent gefüllt – für einen Januar sei das ein guter Wert.

+++ 21:20 Kälte, Raketen: Klitschko schildert Überlebenskampf in Kiew +++
Die wiederholten russischen Raketenangriffe auf die kritische Infrastruktur in Kiew und die Kälte setzen die ukrainische Hauptstadt nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko unter erheblichen Druck. Die Infrastruktur könne wegen der Angriffe jederzeit zusammenbrechen. Die westlichen Verbündeten müssten daher die Lieferung von Luftabwehrsystemen beschleunigen, sagt Klitschko in Davos, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Wladimir das Weltwirtschaftsforum besucht. “Wir sprechen nicht über den Zusammenbruch, aber es kann passieren … jede Sekunde”, sagt Vitali Klitschko. Denn russische Raketen könnten die kritische Infrastruktur in Kiew zerstören. Derzeit gebe es dort einen Energieausfall von 30 Prozent. “In der Ukraine ist es gerade ziemlich kalt, daher ist ein Leben ohne Strom und Heizung fast unmöglich. Die Situation ist kritisch. Wir kämpfen ums Überleben.”

+++ 20:50 Moskau belegt britischen Außenminister mit Sanktionen +++
Der britische Außenminister James Cleverly teilt mit, er sei von der russischen Regierung mit Sanktionen belegt worden. Cleverly schreibt auf Twitter: “Ich wurde von der russischen Regierung sanktioniert. Gut. Wenn dies der Preis für die Unterstützung der ukrainischen Freiheit ist, dann freue ich mich über die Sanktion #SlavaUkraini”

+++ 20:15 Ankara: Ukraine und Russland arbeiten an großem Gefangenenaustausch +++
Die Ukraine und Russland haben nach Angaben des türkischen Vermittlers Seref Malkoc an einem Gefangenenaustausch größeren Umfanges gearbeitet. Die russische Menschenrechtskommissarin Tatjana Moskalkowa und ihr ukrainischer Amtskollege Dmytro Lubinez trafen sich vergangene Woche am Rande einer internationalen Konferenz in Ankara. An der Begegnung nahm auch Malkoc teil. Lubinez habe eine Liste mit 800 Personen an Russland übermittelt, die ausgetauscht werden sollten, Moskalkowa habe eine Liste mit 200 Personen an die Ukraine übergeben, sagt Malkoc vor der Presse. Die Türkei sei bereit, in Istanbul einen “humanitären Korridor” für einen solchen Gefangenenaustausch bereitzustellen. Die beiden Kriegsparteien haben bereits mehrfach Gefangene ausgetauscht.

+++ 19:40 London drängt Berlin in der Panzer-Frage +++
Großbritannien drängt Deutschland, als Herstellerland die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern an die Ukraine zu genehmigen. “Es wurde berichtet, dass Polen offensichtlich sehr daran interessiert ist, einige “Leoparden” abzugeben, ebenso wie Finnland”, sagt der britische Verteidigungsminister Ben Wallace vor dem Parlament in London. “All dies hängt derzeit von den Entscheidungen der Bundesregierung ab – nicht nur, ob die Deutschen ihre eigenen “Leopard”-Panzer liefern, sondern ob sie anderen die Erlaubnis erteilen oder nicht. Ich würde meine deutschen Kollegen dazu drängen.” Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich zuletzt gegen Forderungen nach schnellen Entscheidungen zu “Leopard”-Lieferungen gestellt. Zudem lehnt er einen Alleingang Deutschlands ab. Dazu sagt Wallace: “Ich weiß, dass es in der deutschen Politik Bedenken gab, dass sie nicht alleine gehen wollen. Nun, sie sind nicht allein.”

+++ 19:10 UN: Mehr als 7000 Zivilisten getötet +++
In der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022 mehr als 7000 Zivilisten getötet worden. “Die meisten der registrierten zivilen Opfer wurden durch den Einsatz von Sprengwaffen mit weitreichender Wirkung verursacht”, heißt es in der Erklärung des Büros des Hochkommissars für Menschenrechte (OHCHR). Darunter fielen schwere Artillerie, Mehrfachraketenwerfer, Raketen und Luftangriffe. 7031 Todesopfer in der Zivilbevölkerung seien bestätigt, ihre tatsächliche Zahl sei vermutlich aber “erheblich höher”. So könnten Berichte über Opfer wegen heftiger Kämpfe in manchen Gebieten nicht bestätigt werden. Die mit Abstand meisten Todesopfer wurden nach UN-Angaben mit 6536 in den von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebieten registriert. In den von russischen Streitkräften besetzten Gebieten seien es 495. Die ukrainische Regierung schätzt, dass die Zahl der getöteten Zivilisten in die Zehntausende gehen könnte.

+++ 18:30 Hacker-Angriffe auf Infrastruktur müssen gemeldet werden +++
Aufgeschreckt durch den Angriff auf die Nord-Stream-Pipelines will die Bundesregierung die Meldevorschriften zu Störungen der sogenannten kritischen Infrastruktur erweitern. Ein entsprechender Entwurf aus dem Bundesinnenministerium schreibt nun auch den Betreibern von Flüssigerdgas-Terminals sowie den Besitzern von Landestationen für die Anbindung von Seekabeln an landgestützte Telekommunikations-Netzwerke vor, dass sie solche Vorfälle künftig dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden müssen. Die Verordnung werde noch mit Wissenschaftlern und Betroffenen besprochen und solle bald erlassen werden, sagt eine Sprecherin auf Nachfrage.

+++ 17:50 Über der Ostsee: Russischer Kampfjet fängt deutsches Marineflugzeug ab +++
Ein russischer Kampfjet hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau ein deutsches Marineflugzeug abgefangen, das über der Ostsee auf Patrouilleflug war. Das deutsche Seeaufklärungsflugzeug vom Typ P-3 Orion habe sich dem Hoheitsgebiet der Russischen Föderation genähert, die Grenze aber nicht verletzt. Nach dem Aufsteigen und der Annäherung des russischen Kampfjets vom Typ Su-27 habe das deutsche Flugzeug abgedreht, teilt das Ministerium mit. Daraufhin sei die Su-27 zu ihrem Stützpunkt zurückgekehrt.
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+++ 17:15 Scholz will mit langfristigen Verträgen Munitionsproduktion ankurbeln +++
Bundeskanzler Olaf Scholz verspricht der deutschen Rüstungsindustrie langfristige Verträge. “Es ist wichtig, wenn wir uns an die Zukunft unseres Landes machen, dass wir dafür eine starke Bundeswehr und eine leistungsfähige Rüstungsindustrie brauchen”, sagt Scholz bei einem Besuch bei der Rüstungsfirma Hensoldt. Damit der Sonderfonds von 100 Milliarden Euro für die bessere Ausstattung der Bundeswehr eingesetzt werden könne, brauche man starke Rüstungsfirmen. “Das bedeutet natürlich auch, dass wir langfristige Kooperationen mit der Verteidigungsindustrie zustande bringen müssen”, fügt Scholz hinzu. “Und das werden wir und wollen wir als eine der Konsequenzen der Zeitenwende.” Hintergrund ist der Wunsch der Politik, dass die Rüstungsfirmen mehr Kapazitäten aufbauen, um schneller Waffen und Munition zu liefern.

+++ 16:45 Telefonat mit Erdogan: Putin wirft Kiew “Destruktivität” vor +++
Der russische Präsident Wladimir Putin wirft Kiew eine “destruktive” Politik vor und kritisiert die zunehmenden westlichen Waffenlieferungen für die Ukraine scharf. In einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan habe Putin “auf die destruktive Linie des Kiewer Regimes hingewiesen, das auf eine Intensivierung der Feindseligkeiten mit der Unterstützung westlicher Sponsoren setzt, welche die Lieferung von Waffen und militärischer Ausrüstung verstärken”, erklärt der Kreml nach dem Gespräch.

+++ 16:15 “Muss besser werden”: Ex-US-Kommandeur unzufrieden mit Scholz +++
Nach dem Rücktritt von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht verlangt der ehemalige Oberkommandeur der US-Truppen in Europa, Ben Hodges, einen entschlosseneren Kurs der Regierung Scholz gegenüber Russland – etwa die Lieferung deutscher Kampfpanzer an die Ukraine. Dem “Stern” sagt Hodges, der Beitrag Deutschlands zur Unterstützung der Ukraine sei zwar “signifikant”. “Gleichzeitig sorgen die unklaren Botschaften aus Berlin und aus dem Kanzleramt international für Unsicherheit und Skepsis.” Die Bundesrepublik sei immer ein verlässlicher und vertrauenswürdiger NATO-Partner gewesen, so Hodges weiter. In Sachen Verteidigungsbereitschaft und militärische Mobilität müsse Deutschland aber besser werden.

+++ 15:45 Baerbock will Kriegsverbrecher-Tribunal für Kreml-Führung +++
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock setzt sich für die Bildung eines internationalen Sondertribunals zur Ahndung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein. Erforderlich sei ein Tribunal, das gegen die russische Führung ermitteln und sie vor Gericht stellen könne, sagt Baerbock in einer Grundsatzrede vor der Haager Akademie für Völkerrecht. Sie könne die große Sorge der ukrainischen Regierung verstehen, dass Russland wegen seiner Aggression vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nicht belangt werden könne. Vor dem Haager Gericht können laut Statut nur Fälle behandelt werden, in denen Kläger und Beklagte Mitglied des Gerichtshofs sind oder ein Fall vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen überwiesen wird. Russland ist nicht Teil des Gerichtshofs und würde als ständiges Mitglied mit Vetorecht im UN-Sicherheitsrat eine Überweisung an das Gericht wohl blockieren. Darüber habe sie vergangene Woche bei ihrem Besuch in Charkiw auch mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba gesprochen, sagt Baerbock.

+++ 15:15 Asylantrag gestellt: Kommandant der Wagner-Söldner flieht nach Norwegen +++
Ein Kämpfer der Wagner-Söldnergruppe ist nach Angaben norwegischer Behörden nach Norwegen eingereist und hat politisches Asyl beantragt. Andrej Medwedew soll ein hochrangiges Mitglied der Wagner-Gruppe sein und habe in Norwegen Zuflucht gesucht, bestätigen die Behörden gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die Polizei im arktischen Norwegen sagte letzte Woche, dass eine Person illegal aus Russland über die Grenze eingereist sei. Der nur als Ausländer identifizierte Mann wurde von Grenzschutzbeamten festgenommen, nachdem er Berichten zufolge ein Privathaus im Grenzgebiet aufgesucht und um Hilfe gebeten hatte. Die unabhängige russische Nachrichten-Website Meduza schreibt , dass Medwedew Berichten zufolge als Kommandant der Einheit diente, zu der Jewgeni Nuzhin gehörte, ein Wagner-Söldner, der offenbar von der Gruppe mit einem Vorschlaghammer hingerichtet wurde, wie aus einem im November online aufgetauchten Video hervorgeht. Die russische Seite Gulagu.net berichtet, Medwedew sei bei seiner Flucht von Hunden verfolgt worden, Agenten des russischen Geheimdienstes FSB hätten auf ihn geschossen.
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+++ 14:50 “Ziehe Tschechien nicht in Krieg hinein”: Babis macht Wahlkampf gegen Waffenlieferungen +++
In Tschechien hat vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in weniger als zwei Wochen ein harter Wahlkampf begonnen. Der Milliardär und Ex-Regierungschef Andrej Babis startet eine Plakatkampagne und verspricht: “Ich ziehe Tschechien nicht in einen Krieg hinein. Ich bin Diplomat, nicht Soldat.” Das war offensichtlich auf seinen Stichwahl-Kontrahenten Petr Pavel gemünzt, der in der Vergangenheit Generalstabschef und Vorsitzender des NATO-Militärausschusses war. Während sich Pavel für weitere Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine ausspricht, fordert Babis die baldige Einberufung eines “Friedensgipfels”.

+++ 14:22 Zahl der Toten in Dnipro steigt auf 40 +++
Im ukrainischen Dnipro ist die Zahl der Toten nach dem russischen Raketenangriff vom Wochenende nach Angaben der Stadtverwaltung auf 40 gestiegen. Damit wäre es der folgenschwerste Angriff seitdem Russland vor drei Monaten damit begann, in Wellen ukrainische Städte auch weit von der Front mit Raketen zu überziehen. Zudem würden 30 Personen noch vermisst, schreibt Gennadyj Korban auf Telegram. Die Regierung in Moskau erklärt, der Wohnblock sei nicht ins Visier genommen worden. Man greife keine zivilen Ziele an, sagt Präsidialamtsberater Dmitri Peskow.
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+++ 13:55 In Ramstein geht es auch um “Leopard”-Lieferungen +++
Bei dem Treffen von Ukraine-Unterstützerstaaten auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz am Freitag soll auch über die Forderung nach einer Lieferung von “Leopard”-Kampfpanzern gesprochen werden. Dies teilt der finnische Verteidigungsminister Mikko Savola mit. Finnlands Position sei von der deutschen Haltung abhängig. Denn sein Land sei für eine Lieferung an die Ukraine auf eine Zustimmung des Herstellerlandes Deutschland angewiesen. Finnland hatte sich kürzlich wie auch Polen zu einer Beteiligung an “Leopard”-Lieferungen an die Ukraine bereiterklärt. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte sich zuletzt aber gegen Forderungen nach schnellen Entscheidungen zu Leopard-Lieferungen gestellt.

+++ 13:34 EU kündigt Milliardenzahlung an Ukraine an +++
Die Ukraine erhält an diesem Dienstag einen neuen EU-Hilfskredit über drei Milliarden Euro. Wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mitteilt, ist er Teil eines insgesamt 18 Milliarden Euro umfassenden Darlehensprogramms, das im Dezember von den EU-Mitgliedstaaten für dieses Jahr vereinbart wurde. Der Ukraine bei der Bewältigung ihres Finanzierungsbedarfs zu helfen, sei angesichts der russischen Aggression unerlässlich und dringend, kommentierte von der Leyen.

+++ 13:12 Polen fordert mehr Militärhilfe von Deutschland +++
Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki fordert Deutschland auf, der Ukraine mehr Waffen zu liefern. In der Ukraine entscheide sich auch das Schicksal Europas, sagt der nationalkonservative Politiker in Berlin bei einem Festakt für den CDU-Politiker Wolfgang Schäuble. “Die Hilfe für die Ukraine ist Teil des europäischen Überlebens.” Deutschland solle alle “entscheidenden” Waffen liefern. Panzer sollten “nicht in Depots bleiben”, füge der Ministerpräsident in Anspielung auf die Debatte um die Lieferung von “Leopard-2”-Kampfpanzern hinzu. Die polnische Regierung hat sich bereit erklärt, der Ukraine ihrerseits 14 “Leopard”-Panzer zu übergeben, die aber offenbar erst modernisiert werden müssen.

+++ 12:01 Auf Grund gelaufener Frachter aus der Ukraine wieder frei +++
Ein in der türkischen Meerenge Bosporus auf Grund gelaufener Frachter aus der Ukraine ist wieder frei. Er sei wieder flott gemacht worden und ankere nun am Ufer der Meerenge, teilt die türkische Generaldirektion für Küstensicherheit am Montagmittag auf Twitter mit. Der 142 Meter lange Frachter MKK-1 war am Morgen in der Meerenge zwischen dem Schwarzen Meer und Mittelmeer auf Grund gelaufen. Der Bosporus wurde daraufhin vorübergehend für die Schifffahrt gesperrt. Der Frachter mit einer Ladung von 13.000 Tonnen Erbsen ist im Rahmen eines Abkommens zum Export von ukrainischem Getreide unterwegs.

+++ 12:45 Bundesregierung kommentiert britische Panzerlieferungen nicht +++
Die Bundesregierung hat die Entscheidung Großbritanniens, der Ukraine in den kommenden Wochen 14 Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 und andere schwere Waffen liefern zu wollen, zur Kenntnis genommen. Das sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. “Wir liefern ja auch”, ergänzt Regierungssprecherin Christiane Hoffmann. So sei die Lieferung des Schützenpanzers “Marder” geplant. Hier liege der Fokus jetzt auf der Umsetzung. Über mögliche weitere Lieferungen sei die Bundesregierung in Abstimmung mit den westlichen Sicherheitspartnern.

+++ 12:24 Russland beschießt angeblich nur militärische Ziele +++
Russland hat nach eigener Darstellung nicht den Wohnblock in Dnipro beschossen. “Die russischen Streitkräfte greifen keine Wohngebäude oder Einrichtungen der sozialen Infrastruktur an”, erklärt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. “Angriffe werden gegen militärische Ziele geführt, entweder offensichtliche oder getarnte.” Der Schaden könnte die Folge eines Einsatzes der Flugabwehr sein, die das Geschoss abgefangen habe. Einige “Vertreter der ukrainischen Seite” seien zu demselben Schluss gekommen. Am Samstagabend hatte ein ukrainischer Präsidenten-Berater gesagt, offenbar sei die Rakete von der Flugabwehr abgeschossen worden und dann auf den Wohnblock gestürzt. Später zog er seine Aussage zurück. Bei der Rakete soll es sich um eine Kh-22 handeln. Die Ukraine ist nach eigener Darstellung nicht in der Lage, derartige Geschosse abzufangen.

+++ 12:01 Kluft zwischen Armee und Wagner-Söldnern? Kreml wiegelt ab +++
Die Führung in Moskau bestreitet einen Konflikt zwischen dem Verteidigungsministerium und der Söldnergruppe Wagner. Dies sei eine Erfindung der Medien, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Bei den Berichten über eine angebliche Kluft zwischen den Streitkräften und Wagner handele es sich um Informationsmanipulationen. Russland erkenne beide als Helden an, und “beide werden für immer in unserem Gedächtnis bleiben”. Am Freitag waren allerdings Spannungen offen zutage getreten. Das Ministerium behauptete, die ukrainische Stadt Soledar eingenommen zu haben – was die Ukraine bestritt -, aber es erwähnte die Rolle der Söldner bei den Kämpfen zunächst nicht. Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin beklagte sich daraufhin über Versuche, die Rolle seiner Kämpfer und ihre Leistungen zu schmälern.

+++ 11:35 Kreml: “Britische Panzer werden brennen” +++
Der Kreml gibt sich unbeeindruckt von der angekündigten Lieferung britischer Kampfpanzer an die Ukraine. Neue Lieferungen aus Ländern wie Großbritannien und Polen würden nichts an der Lage am Boden ändern, sondern bedeuteten nur weiteren Ärger für die Ukraine, sagt der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Die neuen Panzer “werden brennen wie der Rest”. Großbritannien kündigte am Wochenende an, der Ukraine 14 Panzer vom Typ “Challenger 2” sowie weitere Artillerie in den kommenden Wochen zur Verfügung zu stellen.

+++ 11:12 Gouverneur: Flugabwehr auf Krim im Einsatz +++
Russland fängt nach eigenen Angaben Drohnen über der Krim ab. Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Sewastopol gibt den Abschuss von drei Drohnen auf Telegram bekannt. Die Flugabwehr sei weiter im Einsatz, heißt es.

+++ 10:52 London sieht teuer erkaufte örtliche Erfolge +++
Ukrainische und russische Kräfte bezahlen für ihre Offensiven in der Ostukraine nach britischer Einschätzung weiterhin einen hohen Preis. “In den vergangenen sechs Wochen haben sowohl Russland als auch die Ukraine hart erkämpfte, aber begrenzte Gewinne in verschiedenen Frontabschnitten erzielt”, teilte das britische Verteidigungsministerium mit. Für größere Geländegewinne fehlen aber demnach Einheiten. “Unter diesen Umständen besteht eine zentrale Herausforderung für beide Seiten darin, Formationen ungebundener, fähiger Truppen zu bilden, die die taktischen Erfolge nutzen können, um operative Durchbrüche zu erzielen”, erklärt das Ministerium.

+++ 10:32 Polen zuversichtlich zu deutscher Zusage für Kampfpanzer-Lieferung +++
Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki bekräftigt vor seiner Abreise nach Deutschland, bei seinem Besuch in Berlin Gespräche über die Lieferung von Leopard-Panzern für die Ukraine führen zu wollen. Er werde darüber mit Vertretern verschiedener Parteien sprechen, sagt er der Nachrichtenagentur PAP zufolge. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Zustimmung Berlins nicht schnell erteilt werde. Wichtig sei, das zögerliche Handeln zu beenden und sich auf echte Unterstützung zu konzentrieren, sagte der polnische Ministerpräsident.

+++ 10:09 TASS: Russland stellt ersten Atom-Gefechtskopf für Supertorpedo fertig +++
Russland stellt einem Medienbericht zufolge die ersten atomaren Gefechtsköpfe für die von Präsident Wladimir Putin angekündigten “Poseidon”-Supertorpedos fertig. Die Atom-U-Boote vom Typ “Belgorod” sollten in “naher Zukunft” damit bestückt werden, zitiert die Nachrichtenagentur TASS eine nicht näher bezeichnete Quelle. Putin hatte 2018 angekündigt, die Reichweite des Torpedos werde unbegrenzt sein. Es sei eine vollkommen neue Art einer strategischen Atomwaffe.

+++ 09:48 Ukrainische Soldaten für Schulung an Patriot-System offenbar in USA eingetroffen +++
Rund 100 ukrainische Soldaten treffen offenbar in den USA ein, um sich am Patriot-Raketensystem schulen zu lassen. Dies twittert Liz Friden von Fox-News. “Video zeigt das Flugzeug mit 90-100 ukrainischen Soldaten an Bord, das auf dem Regionalflughafen Fort Sill landet, um diese Woche in Fort Sill, Oklahoma, mit der Ausbildung am Patriot-Raketensystem zu beginnen.”

+++ 09:19 Melnyk macht Scholz einen “kreativen Vorschlag” +++
Der ukrainische Vizeaußenminister Andrij Melnyk hat einen “kreativen Vorschlag für unsere deutschen Freunde”. Wie er auf Twitter schreibt, hat die Bundeswehr 93 Tornados in ihrer Flotte, die bald ausgemustert und durch moderne F-35-Tarnkappenjets ersetzt würden. Diese Tornados seien zwar alte, aber “noch immer sehr mächtige” Kampfjets, schreibt der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland auf Twitter. An die Adresse von Bundeskanzler Olaf Scholz richtet Melnyk die Frage: “Warum nicht diese Tornados an die Ukraine liefern?” Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter begrüßt den Vorschlag auf Twitter.

+++ 08:57 Grünen-Parteichef: “Bundeswehr-Bestände dürfen nicht tabu sein” +++
Der Parteivorsitzende der Grünen, Omid Nouripour, schließt Lieferungen von deutschen “Leopard”-Panzern an die Ukraine nicht aus. Im “Frühstart” bei ntv sagt Nouripour: “Wir müssen der Ukraine beistehen und jeden Tag schauen, was die Ukraine braucht.” Dabei müsse man sich aber stets eng mit den Partnerstaaten abstimmen, betont der Grünenchef. Es gäbe zur Zeit “viele Gesprächsfäden mit der USA”, so Nouripour und sagt mit Blick auf den anstehenden Ukraine -Gipfel in Ramstein: “Am Freitag wird es einen guten Beitrag Deutschlands geben.” Falls Deutschland sich dazu entschließen Kampfpanzer zu liefern, müsse es schnell gehen: “Dann muss die Ukraine das bekommen, was vorliegt.” Außerdem fordert er: “Wenn die Industrie sagt, zur Zeit gibt es nicht ausreichend ‘Leopard’-Panzer, muss man in den eigenen Beständen schauen. Die Bestände der Bundeswehr dürfen nicht tabu sein.”

+++ 08:42 Weitere Leichen aus Trümmern in Dnipro geborgen +++
Nach den russischen Raketenangriffen auf die Ukraine steigt die Zahl der Toten in einem zerstörten Wohnhaus in der Stadt Dnipro immer weiter. Der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, spricht von bisher 35 Toten. In der Nacht werden demnach weitere Leichen aus den Trümmern geborgen. Unter den Toten sind auch zwei Kinder. Noch immer werden 35 Menschen vermisst.

+++ 08:15 “Angst vor neuer Front ist wirklich groß” +++
Russland und Belarus starten heute gemeinsame Luftwaffen-Übungen auf belarussischem Boden. In der Ukraine steigt die Angst vor einem Kriegseintritt des Landes, wie ntv-Reporter Jürgen Weichert aus Lwiw berichtet. Eine weitere Front im Norden würde die Streitkräfte vor große Probleme stellen.

+++ 07:55 Russland feuert Raketen auf Saporischschja +++
Russland feuert in der Nacht Raketen auf das Zentrum und die Vororte der Stadt Saporischschja. Dies schreibt Gouverneur Oleksander Staruch auf Telegram. Die zivile, Wohn- und industrielle Infrastruktur sei dabei beschädigt worden. Laut dem Bürgermeister von Saporischschja, Anatoli Kurtew, werden drei Menschen nach den Angriffen ins Krankenhaus gebracht, darunter zwei Kinder im Alter von 9 und 15 Jahren.

+++ 07:35 ISW erwartet bis zum Sommer eine “entscheidende Aktion” der Russen +++
Der Kreml will wahrscheinlich “in den nächsten sechs Monaten eine entscheidende Aktion durchführen”, um die Oberhand in der Ukraine zurückzugewinnen. Dies schreibt der US-Thinktank Institute for the Study of War in seinem jüngsten Bericht. Demnach könnten die russischen Streitkräfte versuchen, eine Großoffensive in der Region Luhansk durchzuführen. “Die vollständige Eroberung der Oblaste Donezk und Luhansk ist nach wie vor das offizielle Kriegsziel des Kreml und gehört zu den am ehesten erreichbaren (wenn auch immer noch sehr anspruchsvollen) Zielen Russlands.” Logistisch gesehen seien Donezk und Luhansk die am leichtesten einzunehmenden Gebiete für Russland. Laut dem Institut hat der Kreml trotz zahlreicher Niederlagen seine Kriegsziele nicht geändert. Allerdings gebe es Anzeichen dafür, dass er seine Herangehensweise an den Krieg ändere.

+++ 07:12 Bosporus gesperrt: Frachter aus der Ukraine läuft auf Grund +++
Ein aus der Ukraine kommendes Frachtschiff läuft im Bosporus auf Grund. Die Meerenge zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer wird daraufhin vorübergehend gesperrt, wie die türkische Generaldirektion für Küstensicherheit mitteilte. Spezialschiffe versuchten, den 142 Meter langen Frachter MKK-1 zu befreien, hieß es. Unklar ist noch, was das Schiff geladen hat und ob es im Rahmen des sogenannten Getreideabkommens unterwegs ist.

+++ 06:49 Union fordert Lieferung von “Leopard”-Panzern aus Bundeswehrbeständen +++
Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion Florian Hahn wirft der Bundesregierung in der Debatte um Panzer-Lieferungen an die Ukraine vor, zu langsam zu handeln. “Scholz darf jetzt nicht weiter zögern, sondern muss sowohl ‘Leopard 1’ als auch ‘Leopard 2’ auf den Weg bringen”, sagt der CSU-Politiker der “Augsburger Allgemeinen”. “Beide Modelle können den ukrainischen Streitkräften im Kampf gegen die vornehmlich älteren russischen Panzer helfen.” Verzögerungen bei der Lieferung “kosten der Ukraine Zeit und Leben”, warnt er. “Bis die Panzer der Industrie einsatzbereit sind, wäre es denkbar, die ‘Leopard-2-A5’ Modelle der Bundeswehr abzugeben.”

+++ 06:22 Noch Dutzende Menschen in Dnipro vermisst +++
In Dnipro schwinden die Hoffnungen, noch Überlebende aus einem durch russische Raketen zerstörten Wohnhaus zu bergen. “Die Chance, dass wir noch weitere Überlebende finden, sind minimal”, sagt der Bürgermeister von Dnipro, Boris Filatow. Nach Angaben der Beraterin des Regionalgouverneurs, Natalia Babatschenko, sind bei dem Angriff mindestens 30 Menschen getötet worden. Mehr als 30 Verletzte liegen im Krankenhaus, darunter zwölf Schwerverletzte. Dutzende Bewohner des Hochhauses werden weiter vermisst.

+++ 05:58 Bundeswehr verlegt erste Patriot-Systeme nach Polen +++
Die Bundeswehr beginnt mit der Verlegung ihres Flugabwehrsystems Patriot nach Polen. Die ersten Soldaten sollen noch heute mit ihren Fahrzeugen von Bad Sülze in Mecklenburg-Vorpommern aufbrechen, wie aus Sicherheitskreisen verlautet. In den kommenden Tagen werden dann auch die Waffensysteme in das Nachbarland verlegt. Insgesamt drei Staffeln sollen den Schutz kritischer Infrastruktur des NATO-Verbündeten in Grenznähe zur Ukraine sicherstellen.

+++ 05:27 Moskau und Minsk starten gemeinsame Luftwaffenübungen +++
Russland und Belarus beginnen heute gemeinsame Luftwaffenübungen in Belarus. Minsk erklärt, die Übungen seien defensiv. Inoffizielle Militärüberwachungskanäle auf Telegram berichten, seit Jahresbeginn seien mehrere russische Kampfflugzeuge, Hubschrauber und Militärtransportflugzeuge in Belarus eingetroffen – allein am Sonntag acht Kampfflugzeuge und vier Frachtflugzeuge. Der erste stellvertretende Staatssekretär des belarussischen Sicherheitsrats, Pawel Murawejko, schreibt auf Telegram, die Ukraine habe Belarus provoziert. Man reagiere jedoch zurückhaltend. “Wir verfügen über die notwendigen Kräfte und Mittel, um auf jegliche Manifestationen einer Aggression oder einer terroristischen Bedrohung auf unserem Territorium zu reagieren.”

+++ 03:44 Baerbock erörtert Möglichkeiten zur Strafverfolgung Putins +++
Außenministerin Annalena Baerbock will bei einem Besuch in Den Haag Möglichkeiten diskutieren, wie der russische Präsident Wladimir Putin wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine zur Rechenschaft gezogen werden kann. Am Internationalen Strafgerichtshof in der niederländischen Stadt will die Grünen-Politikerin am Morgen um 11 Uhr zunächst dessen Präsidenten Piotr Hofmanski und anschließend Chefankläger Karim Khan treffen.

+++ 00:41 Ukrainischer Kommandeur: Frontlinie verläuft nun außerhalb Soledars +++
Russische Streitkräfte haben die letzten Industriegebiete am westlichen Stadtrand von Soledar, die noch unter ukrainischer Kontrolle sind, eingenommen, schreibt Robert Brovdy, der Kommandeur der ukrainischen Drohneneinheit, auf seinem Telegram-Kanal. Nach seinen Angaben verläuft die Frontlinie nun außerhalb der Stadt. Moskau hat am Freitag die Einnahme der ostukrainischen Stadt Soledar verkündet. Die Ukraine bestritt diese Darstellung jedoch bislang.

+++ 23:15 Klingbeil: Lambrecht hat “große Rückendeckung” +++
SPD-Chef Lars Klingbeil lässt das weitere politische Schicksal von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht bislang offen. Er kommentiere keine Medienberichte, sagt Klingbeil im ZDF mit Hinweis auf Berichte, dass die SPD-Politikerin heute ihren Rücktritt als Ministerin erklären werde. Lambrecht habe “große Rückendeckung”, sagt Klingbeil. Was die SPD zu entscheiden habe, werde sie geschlossen entscheiden und dann verkünden. Klingbeil ist der erste führende SPD-Politiker, der sich seit den ersten Rücktrittsmeldungen am Freitagabend überhaupt zu der Verteidigungsministerin äußerte. Der SPD-Chef gilt selbst als ein möglicher Nachfolger Lambrechts. Spekuliert wird auch über die Ernennung der bisherigen Wehrbeauftragten Eva Högl, die Parlamentarische Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Siemtje Möller, und den bisherigen Arbeitsminister Hubertus Heil.

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+++ 22:31 Drohnen-Video zeigt Zerstörungen in Dnipro +++
Nach dem russischen Raketenangriff auf ein Hochhaus in der ukrainischen Stadt Dnipro versuchen die Retter weiter, Überlebende zu finden. Mindestens 30 Menschen kamen bei der Attacke ums Leben, Dutzende weitere werden noch vermisst. Ein kurzes Drohnen-Video zeigt das Ausmaß der Tragödie.

+++ 21:54 Selenskyj: “Wir kämpfen um jeden Menschen” +++
Nach dem Einschlag einer russischen Rakete in ein Hochhaus in Dnipro am Samstag werden Aussagen von Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge noch immer Dutzende Bewohner vermisst. Rettungskräfte suchten in den Trümmern des Wohnhauses weiter nach mehr als 30 Menschen, sagt der ukrainische Staatschef in seiner Videoansprache. “Wir kämpfen um jeden Menschen”, betonte er. “Und die Rettungsarbeiten werden so lange andauern, wie auch nur die geringste Chance besteht, ein Leben zu retten.” Zugleich dankt Selenskyj für die internationale Anteilnahme. Selenskyj spricht in seiner Videobotschaft zudem auf Russisch die Menschen im Nachbarland an: “Ich möchte mich an alle in Russland wenden, die nicht einmal jetzt ein paar Worte der Verurteilung für diesen Terror haben, obwohl sie alles klar sehen und verstehen. Euer feiges Schweigen wird nur damit enden, dass diese Terroristen eines Tages auch hinter euch her sein werden.”

+++ 21:20 Justizminister Buschmann spricht sich für Sondertribunal aus +++
Bundesjustizminister Marco Buschmann spricht sich für eine entschlossenere juristische Verfolgung der Verantwortlichen für den russischen Angriffskrieg aus. “Wenn es das schnellste und zielführendste Mittel ist, halte ich ein Sondertribunal für gut denkbar”, sagt Buschmann. Der russische Angriffskrieg sei klar völkerrechtswidrig. “Wer diesen blutigen Krieg angezettelt hat, sollte sich dafür verantworten müssen. Um das zu erreichen, müssen wir auch neue Wege denken.” Für ein Sondertribunal seien mehrere Optionen denkbar, sagt Buschmann. Entweder könne es sich “um ein ukrainisches Gericht, ein internationales Tribunal auf der Grundlage eines völkerrechtlichen Vertrags unter Beteiligung der Ukraine handeln”, schlägt er vor. “Oder es gibt eine Mischform, ein so genanntes hybrides Gericht, bei dem ein ukrainisches Gesetz einen Sondergerichtshof mit Beteiligung internationaler Richter schafft.” Wichtig sei, dass ein solches Sondertribunal mit internationalen Richtern besetzt werde, “um die Unparteilichkeit für das Strafverfahren zu garantieren”.

+++ 20:50 Klingbeil: Ramstein-Treffen wird Signal der Unterstützung für Ukraine geben +++
Von dem Treffen der westlichen Verbündeten am Freitag in Ramstein wird nach Angaben von SPD-Chef Lars Klingbeil ein klares Signal der Unterstützung für die Ukraine ausgehen. “Die Bündnispartner stehe an der Seite der Ukraine”, sagt Klingbeil im ZDF. “Dieser Kurs wird uneingeschränkt weitergehen.” Auf die Frage nach möglichen Leopard-Panzern an die Ukraine verweist der SPD-Politiker nur darauf, dass schon SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich gesagt hatte, dass es “keine roten Linien” gebe. “Dahinter stehe ich zu 100 Prozent.” Klingbeil fügt mit Hinweis auf eine derzeitige schlechte Ausstattung der Bundeswehr hinzu: “Wir können nur Dinge liefern, die auch da sind.” Kritik an einer als zu zögerlich empfundenen Haltung von Kanzler Olaf Scholz bei Waffenlieferungen weist er zurück.

+++ 20:08 Russischer Propagandist freut sich über zahlreiche Tote in Dnipro +++
Der russische Propagandist Sergej Mardan freut sich über den Raketenangriff auf ein Hochhaus in Dnipro, bei dem mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen sind. In der ukrainischen Großstadt habe es “ein schönes Feuerwerk” gegeben, sagt er im Staatsfernsehen. “Angenehm? Ich will nicht lügen, es war angenehm”, fährt Mardan fort. “Aber es wäre viel schöner gewesen, wenn eine Dnipro-Brücke in die Luft gesprengt würde”. Während der Propagandist ein Foto des zerbombten Theaters in Mariupol einblendet, sagt er: “Schauen Sie auf die Fotos von Mariupol. Dasselbe wird auch mit Charkiw passieren”. Auch Dnipro und Kiew erwarte dasselbe Schicksal.

Die früheren Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

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